So stichst du aus der Menge heraus: 6 Tipps, wie du dein Portfolio attraktiver gestaltest

So stichst du aus der Menge heraus: 6 Tipps, wie du dein Portfolio attraktiver gestaltest

Stell dir vor: Du sitzt an deinem Skizzenbuch und denkst darüber nach, wie du deine Kunst auf das nächste Level bringen kannst. Du hast das Talent, du beherrschst dein Handwerk – aber irgendwie fehlt noch der letzte Schliff, um wirklich herauszustechen. Kennst du dieses Gefühl?

In diesem Post werde ich dir 8 Tipps vorstellen, die ich mir von einer – inzwischen relativ erfolgreichen – Freundin abgeschaut habe. Auch wenn mir bei diesem Satz die Künstlerseele blutet, muss ich ihn loswerden: Es geht nicht ausschließlich darum, großartige Tattoos zu stechen. Zusätzlich musst du deine Kunst so präsentieren, dass sie die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Mit den folgenden 6 Tipps möchte ich dir dabei helfen, neue Kunden neugierig auf dich machen.

1. Erzähl deine Geschichte

Deine Kunden wollen nicht nur deine Tattoos sehen – sie wollen wissen, wer du bist. Erzähle in den Captions und in deinem Portfolio-Profil, wie du zum Tätowieren gekommen bist. Was inspiriert dich? Was treibt dich an? Deine Geschichte gibt den Menschen die Möglichkeit, eine Verbindung zu dir als Künstler zu spüren – du bist unique und genau das hebt dich von anderen ab!

2. Kuratiere dein Portfolio wie eine Ausstellung

Betrachte dein Portfolio ein bisschen wie ein Werbeschild, aber am besten so wie eine persönliche Ausstellung. Wähle deine Arbeiten so aus, dass sie zusammen eine Geschichte erzählen. Sortiere deine Werke in verschiedene Kategorien – vielleicht nach Stilen wie Black and Grey, Farbtattoos oder Illustratives. So führst du deine Betrachter klar und strukturiert durch deine Kunst und schaffst einen bleibenden Eindruck.

3. Zeig deinen kreativen Prozess

Viele Kunden lieben es, Einblicke in den Entstehungsprozess eines Tattoos zu bekommen. Integriere Skizzen und Entwürfe, um zu zeigen, wie aus einer ersten Idee ein beeindruckendes Kunstwerk wird. Diese kleinen Einblicke hinter die Kulissen machen dein Portfolio lebendiger und authentischer.

4. Lass deinen Stil für sich sprechen

Du hast deinen eigenen Stil? Perfekt! Zeige ihn in seiner ganzen Vielfalt. Erkläre zum Beispiel, wie du Schattierungen setzt oder Farben kombinierst. So vermittelst du nicht nur deine kreative Vision, sondern auch die Technik und das Können, die hinter deinen Arbeiten stehen.

5. Erzähle die Geschichten hinter deinen Tattoos

Jedes Tattoo hat eine Geschichte – erzähle sie. Teile, wie du zusammen mit dem Kunden das Design entwickelt hast und welche Bedeutung es trägt. Diese persönliche Note macht deine Arbeit emotionaler und greifbarer für potenzielle Kunden.

6. Sei authentisch in deiner Online-Präsenz

Deine Online-Präsenz sollte mehr sein als nur eine Galerie deiner besten Arbeiten. Zeige auch, wer du als Person bist. Teile Einblicke hinter die Kulissen, poste Videos, in denen du über deine Arbeit sprichst, und lass deine Persönlichkeit durchscheinen. Menschen verbinden sich nicht nur mit deiner Kunst, sondern auch mit dir als Künstler.

So stichst du aus der Menge heraus: 6 Tipps, wie du dein Portfolio attraktiver gestaltest

Ich weiß, das waren jetzt einige Tipps – und sicher wirst du nicht alle von heute auf morgen umsetzen. Auch hier ist Beständigkeit wichtiger als Intensität: such dir lieber ein zwei Punkte aus, die für dich gut umsetzbar scheinen und zieh die mindestens 6 Monate durch. Besser, als wenn du alle 6 Punkte einen Monat lang durchsetzt. Ich glaub du weißt, wass ich meine….

Für alle, die bis hier gelesen haben, habe ich noch zwei etwas allgemeinere, aber m.E.n. wirklich wichtige Bonus-Tipps:

Bonus-Tipp 1: Nimm Kritik als Chance

Feedback ist ein wertvolles Werkzeug, um besser zu werden. Sei offen für Kritik und zeige, dass du daraus lernst. Diskutiere offen über deine Werke in Communities und sei nahbar. Diese Offenheit zeigt, dass du stetig daran arbeitest, dein Handwerk zu perfektionieren und gleichzeitig erhältst du über kurz oder lang immer mehr echtes, inhaltlich gutes Feedback.

Bonus-Tipp 2: Bleib neugierig und entwickle dich weiter

Du weißt das warscheinlich sowieso -ich werde aber nicht müde es zu wiederholen: Als Künstler sollten wir immer in Bewegung bleiben. Probiere deshalb regelmäßig neue Techniken aus, geh das Risiko ein auch mal ein schlechtes Bild zu machen. Dokumentiere deine Fortschritte und zeige, wie du an solchen Herausforderungen wächst. Dies vermittelt jedem in deinem Umfeld, auch potentiellen neuen Kunden, dass du nicht nur talentiert, sondern auch leidenschaftlich und lernbereit bist.

Mein Schlussgedanke

Meine (inzwischen) sehr gute Freundin Caterine hatte bereits als Tattoo-Apprentice unglaubliches Talent, ihr Portfolio wirkte aber etwas unscheinbar und für meinen Geschmack zu chaotisch. Sie hatte keine Struktur in Ihren Postings und bewahrte ihre besten Arbeiten sogar in einer einfachen Mappe auf ohne diese zu posten. Vielleicht weil sie Angst hatte, dass ihre besten Arbeiten geklaut würden, wenn sie die online zeigt – I don’t know.

Doch als sie anfing, ihre Skizzen und den gesamten Creation-Prozess regelmäßig und ungefiltert online zu teilen, änderte sich für Sie Stück für Stück alles. Inzwischen wollten ihre Kunden nicht nur ein Tattoo von irgendeiner Tätowiererin –sondern sie wollten ein Kunstwerk von Caterine. Allerdings sind es garnicht die neuen Kunden, die sie als größte Veränderung sieht.

Sie meint, dass für Sie das wertvollste an dem Switch zum regelmäßigen posten zwei Dinge waren: die eigene Disziplin die davon kam, dass sie etwas täglich gemacht hat sowie das daraus resultierende, stetige Feedback von „fremden“ Leuten im Internet.

Dass ihr diesen Post lest, ist ein großes Stück weit auch ihr verdienst. Wenn ich an ihrem Beispiel nicht gesehen hätte, was für eine Veränderung und was für ein Impact möglich ist, hätte ich nicht mit diesem Blog angefangen. Also – stay tuned!

Cheers 😉

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