Hygiene und Sauberkeit in Tattoostudios
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Hygiene und Sauberkeit in Tattoostudios

Letztens war ich bei meinem Freund Muri zu Besuch im Studio, um ihn nach der Arbeit abzuholen. Allerdings hatte Muri an diesem Tag noch einen „kurzen“ Termin, weshalb ich mich auf die Ledercouch setzte und dachte, wie ich mir wohl die Zeit am besten – und nicht auf Instagram – vertreiben könnte. Gerade als ich es mir gemütlich gemacht habe und durch eine Tageszeitung blätterte, überhörte ich folgenden Gesprächsfetzen zwischen Muri und der Kundin. Die Kundin kam zu Muri, um sich ihr Sleeve erweitern zu lassen. Dabei erzählte sie von ihrem letzten Tattoo in einem anderen Studio. Alles schien dort in Ordnung, aber irgendwas habe sie gestört. Erst als sie bei Muri im Studio vorbeischaute, fiel ihr der Groschen: ‚Bei dir riecht es frisch, alles glänzt, und du erklärst jeden Schritt. Das fühlt sich einfach professioneller an.‘

Bäm! Da hat’s bei mir klick gemacht. Die Kundin gab mir die Idee für diesen Blogbeitrag, für den ich direkt auf der Ledercouch bei Muri anfing, meine Mindmap zu skizzieren. Mir wurde klar, was euch vermutlich allen schon sonnenklar ist: Hygiene ist nicht nur das, was du machst – es ist das, was deine Kunden fühlen, riechen und sehen. Es ist Vertrauen, das du mit jedem sauberen Handgriff aufbaust.

Hygiene und Sauberkeit in Tattoostudios

Vertrauen ist alles: Sauberkeit beruhigt deine Kunden

Die meisten Menschen kommen mit einer Mischung aus Aufregung und Nervosität zu dir ins Studio. Sie geben nicht nur ihre Haut, sondern auch einen großen Teil ihres Vertrauens in deine Hände. Sauberkeit ist der erste und vielleicht wichtigste Schritt, um dieses Vertrauen zu gewinnen. Ein makelloses Studio lässt Kunden aufatmen und entspannt auf den Stuhl setzen – sie wissen, dass sie bei dir in guten Händen sind.

Gesundheit first

Vergiss nicht: Hygiene schützt nicht nur deine Kunden, sondern auch dich selbst. Im Umgang mit Blut und Körperflüssigkeiten ist es entscheidend, dass du alle Vorschriften befolgst. Desinfizieren, sterilisieren und regelmäßige Handhygiene sind absolute Must-dos, um Infektionen zu vermeiden. So sorgst du nicht nur für einen reibungslosen Ablauf im Studio, sondern auch dafür, dass alle gesund und glücklich wieder nach Hause gehen.

Pro-Level: Hygiene als dein Markenzeichen

Hygiene kann zu deinem Markenzeichen werden. Ein makellos sauberes Studio hebt dich von der Masse ab, zeigt deinen Anspruch an Professionalität und kann dir einen klaren Wettbewerbsvorteil verschaffen. Es geht nicht nur darum, gut zu tätowieren – es geht auch darum, ein Gesamterlebnis zu schaffen, das Vertrauen aufbaut. Kunden werden dich für deine Sorgfalt schätzen und gerne weiterempfehlen.

Die Basics: Welche Vorschriften musst du auf dem Schirm haben?

Als Tattoo-Artist bist du gesetzlich verpflichtet, bestimmte Hygienestandards einzuhalten. Dazu gehören sterile Nadeln, Desinfektion von Arbeitsflächen und das Tragen von Handschuhen. Es mag wie eine Selbstverständlichkeit klingen, aber nur allzu oft schleichen sich kleine Nachlässigkeiten ein. Halte dir daher die wichtigsten Vorschriften stets vor Augen, um deinen Kunden maximale Sicherheit zu bieten und dich rechtlich abzusichern.

Basics sind gut, die Extrameile ist besser!

Du möchtest nicht nur den Mindeststandard erfüllen, sondern ein Vorbild sein? Dann gehe über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus. Setze auf fortschrittliche Techniken und moderne Sterilisationsmethoden, die dein Studio auf das nächste Level bringen. Kunden, die den Unterschied erkennen, werden das zu schätzen wissen. Kunden, die ihn nicht erkennen, kannst du freundlich erklären, was du im Studio speziell besser & anders machst. Mit solchen subtilen Hinweisen kannst du dein Image boosten, ohne angeberisch zu wirken.

Deinen Arbeitsplatz = Hygiene-Champion

Deine Sterilisationsgeräte sollten nie nur zur Show herumstehen. Autoklaven und Ultraschallreiniger gehören zum täglichen Workflow und sorgen dafür, dass deine Arbeitsmaterialien bei jeder Session frisch und sicher sind. Egal, wie gut dein Tattoo wird, ohne gründliche Sterilisation riskierst du die Gesundheit deiner Kunden – und letztlich auch deinen Ruf. Natürlich sind Einweg-Nadeln eine Selbstverständlichkeit, aber auch der korrekte Umgang mit Farben will gelernt sein. Lagere deine Farben korrekt und stelle sicher, dass du bei jedem Kunden mit frischen, unkontaminierten Materialien arbeitest. Ein sauberer Arbeitsprozess spricht Bände über deine Sorgfalt als Artist.

Du als Vorbild: Persönliche Hygiene im Studio

Du bist das Gesicht deines Studios, also achte auch auf deine persönliche Hygiene. Wasche und desinfiziere deine Hände regelmäßig, trage immer saubere Handschuhe und wechsle deine Arbeitskleidung, wenn nötig. Kunden sehen sofort, ob du deine eigenen Hygienestandards ernst nimmst.

Nach der Session ist vor der Session: Aufräumen wie ein Pro

Direkt nach dem letzten Nadelstich beginnt die Vorbereitung für den nächsten Kunden. Desinfiziere alle Arbeitsflächen, reinige deine Geräte gründlich und stelle sicher, dass alles wieder ordentlich ist. Sauberkeit nach jeder Session macht nicht nur einen guten Eindruck, sondern sorgt auch dafür, dass du stressfrei und professionell weiterarbeiten kannst.

Dein Studio, deine Visitenkarte

Der erste Eindruck, den ein Kunde von deinem Studio hat, ist entscheidend. Ein ordentlicher, sauberer Eingangsbereich und eine aufgeräumte Arbeitsumgebung sagen sofort aus: Hier arbeitet ein Profi, dem du vertrauen kannst. Eine Kundin hat mir mal gesagt, dass sie sich schon nach dem ersten Blick in mein Studio sicher war, bei mir ihr Tattoo zu bekommen – nicht wegen der Kunst an den Wänden, sondern wegen der makellosen Sauberkeit.

Von der Tür bis zum Tattoo-Stuhl: Hygiene in allen Bereichen

Sauberkeit beginnt schon an der Tür und zieht sich durch das gesamte Studio. Achte auf saubere Böden, aufgeräumte Arbeitsflächen und gepflegte Möbel. Jeder Bereich sollte so wirken, als könnte man sich dort ohne Bedenken hinsetzen.

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einen großen Unterschied machen. Regelmäßig desinfizierte Stifte, frisch gewaschene Arbeitskleidung und ordentliche Ablagen lassen dein Studio nicht nur professionell wirken, sondern geben dem Kunden auch das Gefühl, dass du dich wirklich um alles kümmerst.

Der Tätowierer als Hygiene-Botschafter

Deine persönliche Hygiene spiegelt wider, wie ernst du das Thema nimmst. Wenn du mit sauberen Händen und gepflegtem Äußeren auftrittst, vermittelst du deinen Kunden, dass Hygiene für dich Priorität hat. Das schafft Vertrauen und stärkt die Bindung zu deinen Kunden.

Neben den Händen solltest du auf dein gesamtes Erscheinungsbild achten. Frische Kleidung, gut gepflegte Haare und ein aufgeräumter Arbeitsplatz gehören zum Gesamtpaket. Du bist der Botschafter deines Studios – und dein Look beeinflusst, wie deine Kunden dich wahrnehmen.

Es reicht nicht, Hygiene einfach umzusetzen – du solltest auch darüber reden. Erkläre deinen Kunden während der Sitzung, warum bestimmte Schritte wichtig sind und wie sie zu ihrer Sicherheit beitragen. Das schafft Transparenz und zeigt, dass du dir wirklich Gedanken machst.

Hygiene endet nicht mit dem letzten Nadelstich. Gib deinen Kunden klare Anweisungen zur Pflege des Tattoos, um Infektionen zu vermeiden. Ein durchdachter Pflege-Guide ist unerlässlich, damit das Tattoo optimal heilt und lange schön bleibt.

Hygiene und Sauberkeit in Tattoostudios


Hygiene entwickelt sich ständig weiter. Es gibt immer neue Produkte und Techniken, die dir helfen, dein Studio auf dem neuesten Stand zu halten. Ob selbststerilisierende Oberflächen oder fortschrittliche Reinigungsgeräte – bleib am Ball und probiere aus, welche Neuerungen zu dir und deinem Studio passen.

Langer Post, kurzer Sinn: Hygiene ist die Grundlage für deinen Erfolg als Tattoo-Artist. Ein sauberes, gut organisiertes Studio schützt die Gesundheit deiner Kunden und gibt dir – wenn du es gut machst – ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal – Kundenvertrauen!

Cheers 😉

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